Derzeit entsteht in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs eine der modernsten Multifunktions-Arenen der Welt. Die O2 World ist ab September 2008 die neue Heimat der „Eisbären Berlin“ und Veranstaltungsort für weitere Sport-, Entertainment- und Musik-Events. Auf einer Gesamtfläche, die ca. 25 Fußballfelder fasst, setzt der Mobilfunkanbieter O2 ein Zeichen seiner weitreichenden strategischen Partnerschaft mit der Anschutz Entertainment Group, Los Angeles.
Die Konzeption des Bauwerks sieht eine multifunktionale Nutzung vor. Innerhalb weniger Stunden kann es von einer Eishockey-Arena in eine festliche Konzerthalle verwandelt werden. Schon von weitem ist die imposante, halbrunde, sieben Prozent geneigte Multi-Media-Fassade sichtbar. Sie befindet sich auf der Südseite des Gebäudes und ist mit 1.000 m2 eine der größten der Welt. Zukünftig dient sie als Werbefläche und zur Präsentation von Filmen.
Für sie entwickelte das Ditzinger Unternehmen esco, das sich als Lösungspartner für Stahl- und Metallbau versteht, ein spezielles Fassadenprofil. Dabei handelt es sich um eine Pfosten-Riegelkonstruktion mit Aufsatzprofil. In den Pfosten wurden insgesamt 300.000 LED-Leuchten und die komplette Installationstechnik eingefügt. Um alle Kabel vollständig integrieren zu können, müssen die Pfosten eine Ansichtsbreite von acht Zentimetern aufweisen. Zudem sind sie vergleichsweise eng nebeneinander angeordnet. Nur so kann beim Betrachter der Multi-Media-Fassade der Eindruck eines geschlossenen Bildes erzeugt werden.
Doch nicht nur die LED-Technik stellte eine Herausforderung an die Firma esco dar. Auch die polygonale Front, in Kombination mit der Neigung nach vorne, machte eine sorgfältige Planung und individuelle Lösungen unerlässlich.
Um auf der Multi-Media-Fassade ein verzerrungsfreies Bild wiedergeben zu können, musste die Gebäudegeometrie ausgeglichen werden. Dazu wurden die Pfosten konisch gestaltet, was zur Folge hatte, dass für jede einzelne Glasreihe unterschiedliche Glasabmessungen gefertigt werden mussten. Zudem brachte die Gebäudeform mit sich, dass der obere Anschluss schwierig auszuführen war: Kein Verbindungselement gleicht dem anderen, jedes einzelne wurde von esco individuell entworfen und entwickelt.